Auf der Reise durch Olly´s Welt seid Ihr hier bei der Station Nachgedacht angekommen. Zugegeben, eine Rubrik, welche eher zum Lesen gedacht ist und nicht so viele Bilder, Fotos, etc. beinhaltet.
Ihr findet unter dieser Rubrik Gedanken zu den unterschiedlichsten Themen - Gedanken, welche sich Olly und/oder ich machen und an welchen wir Euch gerne teilhaben lassen. Natürlch könnt Ihr uns, wie schon so oft, gerne auch Eure Meinung zu verschiedenen Themen mitteilen, schreibt einfach wie immer an info@bulldog-welt.de
Viel Spaß! l
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NACHGEDACHT
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27.08.2009
Neue Sendereihe bei VOX - "Menschen, Tiere & Doktoren - Die Chance"
(Gedanken zur neuen Sendereihe bei VOX ab 19.09.2009 immer samstags um 17:00 Uhr vgl. Eintrag unter News am 27.08.2009)
Der Sender VOX plant ab dem 19. September 2009 eine neue Sendereihe "Menschen, Tiere & Doktoren - Die Chance". Eine Sendung, in welcher je 3 Bewerber - nicht wie in ähnlichen VOX-Sendungen um einen Traum-Job oder ein Traum-Haus kämpfen - sondern um einen Hund(!).
"Der Hauptgewinn - ein Hund"
Wie weit geht der Quoten-Kampf noch? - Die neue Sendereihe stellt in jeder Folge einen Hund vor, berichtet über seine Eigenheiten, sein bisheriges Leben und seine "speziellen" Ansprüche. Auf der anderen Seite sind 3 Bewerber, welche um diesen Hund "kämpfen". Hier ist wohl der Ausdruck "spielen" eher angebracht. Denn hier wird um einen "Hauptgewinn" gespielt, nämlich den eben besagten Hund! Ein Lebewesen als Preis am Ende einer öffentlichen Spiel-Show im Fernsehen.
Die Bewerber verbringen "einen Probetag" mit dem (Hauptgewinn) gewünschten Hund, wobei sie nicht nur von "Experten" der Tierheime beobachtet werden, sondern auch von den "ehemaligen Besitzern", also denjenigen, welche ihren Hund als Preis ausloben. Wie "Fernseh-Geil" muß man sein, wenn man seinen eigenen Hund an "Fremde" gibt, nur um bei einer TV-Show dabei sein zu können?
Welche Experten beurteilen das Zusammenspiel von Hund und Mensch an nur einem Tag. Man beachte, kein normaler Tag, denn es wir ein Team von VOX dabei sein, Kameras, Beleuchtung, viele Menschen, "Beobachter-Experten" und und und. Für den Hund keine Alltagssituation. Die Menschen stehen unter (Spiel-) Spannung und sind vor der Kamera unter Umständen nicht wirklich sie selbst. Was also beurteilen die Experten?
Es wird deutlich: § 90a S.1 BGB "Tiere sind keine Sache" - aber werden behandelt wie solche (§ 90a S.3 BGB "Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.")
Geplant sind 5 Folgen der neuen Sendereihe. Das Konzept der Sendung finde ich "tier"verachtend, bleibt abzuwarten, was VOX aus dem Konzept macht.
kkk
08.07.2009
Schlechtes Gewissen bei Hunden – gibt es das?
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(Gedanken zum Artikel: "Haben Hunde ein Gewissen" von Stephanie Kusma in NZZ Online am 08.07.2009)
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Mit der Frage, ob Hunde ein Gewissen haben wird ein Comeback von Anthropomorphismen (bezeichnet ein Zusprechen menschlicher Verhaltensweisen auf Tiere) in der Verhaltensforschung untersucht, über welches Stephanie Kusma bei www.nzz.ch berichtet. (Siehe HEIR oder Link am Ende des Beitrags)
"Schimpf´ nicht mit mir, ich war das nicht!"
Die Übertragung menschlicher Verhaltensweisen auf Tiere war in der Forschung lange verpönt und galt als unwissenschaftlich. Grund genug, der Sache erneut auf den Grund zu gehen. Eine neue Studie der Kognitionswissenschaftlerin Alexandra Horowitz von der Columbia University in New York befaßt sich mit der Frage, ob Hunde ein schlechtes Gewissen haben können, oder nicht.
Natürlich hat diese Frage zuvor schon viele andere Wissenschaftler und Tierbesitzer interessiert. Die Antworten waren unterschiedlich.
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Hunde haben ein schlechtes Gewissen: sagen die Vertreter der einen Seite, welche davon überzeugt sind, daß wer sich ähnlich verhält, auch ähnliche Beweggründe für dieses Verhalten hat, insbesondere, da wir ja alle einen Ursprung haben und irgendwie verwandt sind. Argument: Die Evolutionstheorie, also: ähnliches Nervensystem = ähnliche Fähigkeiten = ähnliche Gedanken. Dieser Ansatz ist jedoch umstritten.
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Problem: Es ist eine im Menschen verwurzelte Eigenart, Angewohnheit, menschliche Gefühle, Beweggründe, Gedanken und Eigenschaften in andere Lebewesen und sogar Objekte, insbesondere, wenn wir sie lieben, hineinzuinterpretieren. Kein Problem sagen manche Wissenschaftler, wenn man diese bekannte Tatsache berücksichtigt und dennoch wissenschaftlich der Frage auf den Grund geht. Denn nur, wenn man diese menschliche „Angewohnheit“ kennt und damit auch berücksichtigt, kann man sie wissenschaftlich ausschalten bzw. bewerten, da man nur so die Gefahr versteckter Anthropomorphismen ausschalten kann.
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Der Verhaltensforscher Marc Bekoff ist davon überzeugt, daß die menschliche Fähigkeit zum "Vermenschlichen" dazu führen kann, sich in andere Lebewesen hineinzuversetzen und zu versuchen, deren Sicht zu übernehmen und so deren Verhalten zu interpretieren. Voraussetzung ist jedoch zwingend, das Verhaltensrepertoire und die natürliche Lebensweise der zu erforschenden Lebewesen zu kennen, um Fehlinterpretationen auszuschließen.
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Die "Horowitz-Studie", publiziert in der Fachzeitschrift “Behavioural Processes“, sah folgendermaßen aus:
Hundebesitzer wurden angewiesen, ihrem Hund einen Keks in Reichweite zu plazieren, jedoch mit dem Befehl, diesen nicht zu fressen. Der Hundebesitzer hatte dann den Raum zu verlassen. Wurde der Keks gefressen, so sollte der Hund gerügt werden, wenn nicht sollte ein Lob erfolgen. Die Hundebesitzer wußten nicht, daß den Tieren die Keks zum Teil weggenommen wurden und so später zu Unrecht gerügt wurden. Gerade die Tiere, welche ohne Grund gerügt wurden, zeigten ein Vermeiden von Augenkontakt, ein Hängenlassen von Ohren, Schwanz und Kopf, sie legten sich auf den Rücken oder hoben die Pfote.
Horowitz “interpretiert“ dieses Verhalten mit Unterwürfigkeit und Angst. Klar, die Tiere wußten ja nicht wie ihnen geschah, sie hatten sich nicht falsch bzw. ungehorsam verhalten und keinen Grund für ein schlechtes Gewissen, also waren sie ratlos und von Angst und Unterwürfigkeit gepackt, damit nicht noch Schlimmeres passiert. Die Studie wurde also durch das Eingreifen des Menschen (Wegnahme des Kekses) meiner Meinung nach verfälscht. Denn es kann kein Rückschluß auf die Ursprungsfrage gegeben werden, dazu müßte der Hund sagen können “Hey, ich war das nicht, der da drüben hat den Keks, nicht ich, also sei fair!“ So wird nur ein Hund gerügt, welcher zwar weiß, er hat sich nicht falsch verhalten, er weiß aber nicht, warum er gerügt wird, klar, daß er Unterwürfigkeit und Angst zeigt. - Immerhin schließt Horowitz nicht aus, daß sich Hunde schuldig fühlen könnten.
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Mein Fazit: Eine Studie zu dieser Fragestellung ohne die Möglichkeit, objektive Meßwerte zu erlangen, unterliegt der jeweiligen Bereitschaft bzw. dem Ausmaß der Neigung zur Vermenschlichung beim jeweiligen Forscher und der dementsprechenden Interpretation des Ergebnisses durch diesen. Im Grunde hätte man Frau Horowitz nach ihrer Einstellung zur Vermenschlichung befragen können und den Hunden eine ungerechte, verwirrende Schelte ersparen können und wäre zum gleichen Ergebnis gekommen. Sollte die geplante Studie zur Frage: “Können Hunde eifersüchtig sein?“ ähnlich ablaufen, so kann man sich das Forschungergebnis schon denken und das Forschungsgeld aus meiner Sicht für sinnvollere Forschungen sparen.
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P.S.: Ich bin sicher, Olly hätte ein schlechtes Gewissen gehabt! (Würde er sonst in ein Tagebuch schreiben? ;o)
(Quelle: NZZ Online)
Zum Artikel "Haben Hunde ein Gewissen?" von Stephanie Kusma:
http://www.nzz.ch/nachrichten/forschung_und_technik/haben_hunde_ein_gewissen_1.2948446.html
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